Haus der Geschichte Rundbrief September 2026
31. August 2026
Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg,
im September laden die Museen des Hauses der Geschichte und Kooperationspartner*innen anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur und des Tags des offenen Denkmals zu besonderen Führungen ein. Einige davon greifen das diesjährige Motto des Denkmaltags „NetzWerke“ auf und beleuchten es aus unterschiedlichen historischen Perspektiven.
Auch unsere Ausstellungen bieten Anlass für besondere Begegnungen: Zur Ausstellungsintervention „Fragt uns doch mal! Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“ ist mit „Rebel Heart und Sheyne Ziere – Songs und Gespräch von und mit Masha The Rich Man“ eine eindrucksvolle Begleitveranstaltung zu erleben. Zwischen Weltschmerz und Wärme verbindet Masha The Rich Man berührende Songs mit persönlichen Gedanken und Gesprächen. Die erfolgreiche Ausstellungsintervention wird bis zum 9. Januar 2028 verlängert.
Ebenfalls länger zu sehen ist die Ausstellung „Im Fokus: Echt jetzt?! Fotografien. Retusche. Deepfakes“, die sich mit der Manipulation von Bildern von den Anfängen der Fotografie bis in die digitale Gegenwart beschäftigt. Sie wird bis zum 1. November 2026 verlängert.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, anregende Begegnungen und den Austausch mit Ihnen.
Herzliche Grüße
Ihr Team des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg
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Angebote im September 2026
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Bildnachweis:Europäischer Tag der Jüdischen Kultur
Zwei Führungen zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur
Anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur lädt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Sonntag, 6. September 2026, um 11 Uhr zur Führung „Jüdische Geschichte im Südwesten“ ein. Der Rundgang gibt Einblicke in 200 Jahre jüdischer Geschichte – von den Kämpfen um Bildung und rechtliche Gleichstellung bis zu Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung während der NS-Zeit. Treffpunkt ist im Foyer. Die Führung kostet 5 € zzgl. Eintritt. Ebenfalls am 6. September bietet die Stadt Hechingen von 14 bis 16 Uhr eine Führung über den Jüdischen Friedhof in Hechingen an. Unter dem Titel „Ein Archiv aus Stein“ erzählt Stadtführer Jörg Küster von der Entstehung und wechselvollen Geschichte des Friedhofs, des jüdischen „Hauses des Lebens“. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Friedhof, Straße „Am Fichtenwald“. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 4. September, 11.30 Uhr, beim Sachgebiet Tourismus und Kultur unter Tel. 07471 940-220 erforderlich. Die Teilnahme kostet 5 €, unter 18 Jahren ist sie kostenfrei.
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Bildnachweis:Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Führungen zum Tag des offenen Denkmals
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026, bieten die Museen des Hauses der Geschichte und das jüdische Museum Gailingen ein vielfältiges Programm bei freiem Eintritt. Im Jüdischen Museum Gailingen ist ab 10 Uhr das Museumsarchiv geöffnet. Um 11 und 14 Uhr stellt Museumsleiterin Dr. Ina Appel in einem Bildvortrag den Familiennachlass Guggenheim-Heilbronn vor.
In der Stauffenberg-Erinnerungsstätte in Stuttgart beginnt um 11 Uhr die Führung „Stauffenberg in 60 Minuten“. Sie beleuchtet das Leben, Handeln und Wirken Claus Schenk Graf von Stauffenbergs und geht der Frage nach: Wer war der Mann, der am 20. Juli 1944 versuchte, Hitler zu töten? Welche Verbindung hatte er zu Stuttgart – und warum befindet sich eine Ausstellung über ihn im Alten Schloss?
Um 15 Uhr lädt das Museum Hohenasperg zur Führung „Revolutionäre Bündnisse“ ein. Passend zum diesjährigen Motto „NetzWerke“ geht es um die Verbindungen württembergischer Freiheitskämpfer im 19. Jahrhundert und ihren gemeinsamen Einsatz für Freiheit und Gleichberechtigung.
Den Abschluss bildet um 16 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Rechtsextremer Terror“ im Erinnerungsort Hotel Silber in Stuttgart. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte rechtsextremer Gewalt von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart nach und nimmt Kontinuitäten, Netzwerke und Feindbilder in den Blick. Für diese Führung ist eine Anmeldung bis Freitag, 12 Uhr, unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de erforderlich. Führungen und Eintritt sind am Tag des offenen Denkmals frei.
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Bildnachweis: privat
Songs und Gespräch von und mit Masha The Rich Man
Rebel Heart und Sheyne Ziere
Die jüdisch-ukrainisch-deutsche Sängerin Masha The Rich Man ist am Donnerstag, 24. September 2026, um 18 Uhr im Haus der Geschichte zu Gast. Ausgebildet an der Mannheimer Popakademie, verbindet sie in ihrem ganz eigenen „Cinematic Folk-Pop“ Weltschmerz und Wärme zu tief berührenden Songs. Im Begleitprogramm von Anti-Anti 2.0 präsentiert sie zehn ausgewählte Lieder und spricht über Identität und Zugehörigkeit, das Trauma des 7. Oktober 2023 und die Sehnsucht nach einer heileren Welt. Der Eintritt kostet 8 €, ermäßigt 5 €. Ticketreservierung: veranstaltungen@hdgbw.de
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Bildnachweis: HdGBW
Vortrag und Gespräch
Rechte Gewalt und staatliches Gewaltmonopol
Der Erinnerungsort Hotel Silber widmet sich am Mittwoch, 30. September 2026, um 19 Uhr der rechten Gewalt der 1990er-Jahre und aktuellen Entwicklungen in Europa. Der Historiker Pablo Schmelzer (Hamburger Institut für Sozialforschung) beleuchtet in seinem Vortrag die Debatte um das erodierende staatliche Gewaltmonopol, die sich angesichts der Allgegenwart brennender Asylunterkünfte, patrouillierender Bürgerwehren und sich formierender Selbstverteidigung migrantischer Communities in den „Baseballschlägerjahren“ entfaltete. Anschließend richtet die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Léonie de Jonge (Institut für Rechtsextremismusforschung Tübingen) in einem Impuls den Blick auf die heutige extreme Rechte in Europa und ihren Einfluss auf Politik und Gesellschaft.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung bis zum 28.9. unter http://www.akademie-rs.de/vakt_26423
Kooperationspartner*innen: Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Uni Tübingen
Die Führung kostet 5 € zzgl. ermäßigter Eintritt.
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Bildnachweis: HdGBW
Exkursion nach Münsingen-Buttenhausen
Besuch der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger und Rundgang zu Spuren jüdischen Lebens
Das Haus der Geschichte und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg laden am Samstag, 10. Oktober 2026, von 10 bis 16 Uhr zu einer Exkursion nach Münsingen-Buttenhausen ein. Im Mittelpunkt steht die Erinnerungsstätte Matthias Erzberger, die im Geburtshaus des bedeutenden Politikers eingerichtet wurde. Matthias Erzberger gilt als wichtiger Wegbereiter der deutschen Demokratie und wurde am 21. August 1921 von Rechtsterroristen ermordet. Die Exkursion ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Rechtsextremer Terror“ im Erinnerungsort Hotel Silber. Ein Rundgang durch Buttenhausen zu den Spuren jüdischen Lebens ergänzt das Programm.
Es führen Dr. Christopher Dowe (Haus der Geschichte Baden-Württemberg) und Joachim Stuhlinger. Leitung: Dr. Katrin Hammerstein (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg).
Treffpunkt ist in Stuttgart. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 €. Information: 0711 164099-21, ellen.eisele@lpb.bwl.de. Anmeldung zwingend erforderlich: https://www.lpb-bw.de/einzelansicht-aktuell/besuch-der-erinnerungsstatte-matthias-erzberger-5277d9ee1a9d44f18cdad565aea411bc Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (Seminar 31/41-26).
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Weitere Veranstaltungen und Führungen
26.09.26, 9-18 Uhr Orte der Zwangsarbeit in Geislingen Exkursion „Hotel Silber“, 5 €, zzgl. Eintritt Anmeldung bis zum 25.9. anmeldung@hotel-silber.de
27.09.26, 16 Uhr Rechtsextremer Terror Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Hotel Silber“, 5 € zzgl. Eintritt Anmeldung bis zum 25.9. unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de
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